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Montag, 19. Oktober 2015

Hinter den Worten von "Sehnsucht nach Meer"

Hier kommt ihr zum Gedicht.

"Sehnsucht nach Meer" ist ein Gedicht, das ich nach einer gefühlten schreiblosen Ewigkeit, endlich mal wieder zu Papier gebracht habe.
Ich hatte eine lange Phase, in der mir einfach nichts einfallen wollte, was ich schreiben könnte. Heraus half mir ein Kleid - Dieses Kleid:


Kleidung, die eher unkompliziert ist, nähe ich meist wie in Trance und während ich den marineblauen Stoff mit den Walen, Seesternen, Ankern und Schiffsrädern verarbeitete, dachte ich darüber nach, wie schön es doch jetzt am Meer wäre.
Ich dachte darüber nach, dass ich doch eigentlich gar nicht in meinem Zimmer sitzen und nähen wollte, sondern mehr. Mehr, als ein normales Leben.

Irgendwie muss sich dann in meinem Kopf etwas getan haben und plötzlich wollte ich das Gedicht schreiben, wobei ich "mehr" durch "Meer" ersetzte. Ich finde, dass dadurch auch viel mehr Platz für Interpretationen gegeben ist.

Und jetzt träume ich mich wieder weg.
Vielleicht wird ja eine Geschichte draus.

Freitag, 2. Januar 2015

{Schreibtagebuch #6} Geburtstags-Gedichte, Führerscheins-Gedichte, Meerjungfrauen-Lieder, Geschichten über Kleider und ein Stachelschwein

Frohes Neues!
Es tut mir Leid, dass ich einen Monat lang diesen Blog komplett vernachlässigt habe, aber wirklich viel, was ich hier posten könnte, habe ich nicht geschrieben. Das meiste waren Gedichte für Freunde, die Geburtstag hatten, Freunde, die den Führerschein bestanden haben und Freunde, die Hilfe für ein Gedicht für einen Freund brauchten. Seitdem also in meinem Freundeskreis bekannt ist, dass ich dichten kann, findet man bei jeder Gelegenheit eine Aufgabe für mich. 
Aber das ist okay, ich mach das gerne. Ich würde diese Gedichte am liebsten hier posten - allerdings sind sie immer an die jeweilige Person gerichtet und ein Geschenk an sie, weshalb ich es komisch fände sie zu veröffentlichen.

Außerdem habe ich mal wieder ein Liedlein geschrieben - Ein Meerjungfrauen-Lied. Ich habe mir überlegt den Text zu posten, aber ich finde, dass meine Liedtexte nur "Wirkung" mit der dazugehörigen Melodie haben. Ob ich sie euch irgendwann mal vorspiele steht immernoch in den Sternen. Zwar hätte ich schon ein paar Ideen, wie ich das ganze in Videos verpacken kann, aber die Umsetzung ist oft ein Problem, weil mir eben die Möglichkeiten und die Zeit dazu fehlen (wenn dann richtig).

Da ich also nun nichts zum Veröffentlichen hatte und mir auch nichts weiter zum Schreiben eingefallen ist, habe ich mich ums Nähen und Videos-Machen gekümmert.
Ich habe Adventskalender-Türchen gedreht und veröffentlicht und Filme geplant, die ich hoffentlich in diesem Jahr realisieren kann. Filme erzählen ja auch irgendwie Geschichten - genauso wie Kleider. Ich habe sehr viel genäht, ich habe sogar meine Nähmaschine an Silvester zu meiner Oma genommen, damit ich ein Kleid beenden konnte. Ich würde mich jetzt nicht wirklich als Mode-Püppchen bezeichnen, aber Kleidung macht mir eben Spaß, vor allem wenn ich sie mir selbst ausgedacht und genäht habe.
Jedes Kleid erzählt irgendeine Geschichte. Die Entstehung, die Gefühle die man hat, wenn man es trägt und Dinge, die man damit tut. Vielleicht schreibe ich ja mal was über Kleider, dann hätte ich auch wieder etwas für den Blog.

Bis dahin: Viel Spaß mit dem Stachelschwein!

Dienstag, 14. Oktober 2014

{Schreibtagebuch #4} Alles auf Anfang, vielleicht wird es ja wirklich irgendwann ein Buch und ein Nashorn

Vielleicht habe ich euch schon mal erzählt, dass ich vor langer Zeit an einer Geschichte geschrieben habe, die etwas länger ist und ich davon träume, dass sie irgendwann mal ein Buch wird.
Blöd nur, wenn man sie nie zu Ende schreibt. Da war plötzlich so ein Punkt, an dem ich nicht mehr weiter schreiben konnte, weil irgendetwas mit der Geschichte nicht hingehauen hat, ich keine Zeit mehr hatte und allgemein damit ziemlich unzufrieden war. 
Heute Morgen kam es dann urplötzlich: Heute werde ich (nach sehr langer Zeit) die Geschichte wieder aufgreifen. Ich schreibe aber noch nicht weiter. Um richtig weiter schreiben zu können, muss ich ersteinmal das Problem der Geschichte beheben.

Das heißt:
Ich schreibe alles noch einmal neu. Dinge, die mir gefallen, kopiere ich in die neue Datei, Dinge, die mir nicht gefallen werden umgeschrieben oder ganz ausgelassen. Namen werden geändert, neue Handlungsstränge gezogen, auch wenn die Grundstory gleich bleibt.

Als ich mit der Geschichte angefangen habe war 13 oder 14 Jahre alt. Ich habe mich verändert, bin reifer geworden und meine Geschichte muss ebenfalls reifer werden.

Wie geht ihr mit solchen Problemen um?
Schreibt ihr auch an einer längeren Geschichte?
Träumt ihr auch irgendwann davon ein Buch zu veröffentlichen?

Und zum Schluss noch ein Nashorn:
Ich glaube, das wird jetzt eine Schreibtagebuch-Tradition

Mittwoch, 13. August 2014

{Schreibtagebuch #3} Wenig gebloggt, eigene Songs, größeres in Planung und ein Rind

Ja, dieser Blog lebt - zumindest manchmal.
Leider hatte ich in der letzten Zeit nur wenig Motivation hier zu bloggen - obwohl ich eigentlich nur ein neues Gedicht nehmen, es aus der Word-Datei hier rein kopieren und auf "Veröffentlichen" klicken müsste. Ich habe auch viele neue Ideen, aber ich habe auch andere (kreative) Dinge im Kopf.
Zum Beispiel ist in den letzten Monate meine Liebe für Musik wieder auferstanden - Nicht das Musikhören, das mochte ich schon immer, sondern das Musik machen. Mit meiner Ukulele komme ich immer besser zurecht und ich habe auch schon ein paar Liedchen selbst geschrieben.
Ich weiß aber noch nicht, ob und wann und wie ich sie euch vorstellen sollte. Mit meiner Sing-Stimme bin ich immer etwas vorsichtig. Das schlimmste, was man zu einem Menschen, der gerne singt, sagen kann ist: "Deine Stimme klingt nicht gut" oder "Du hast eine beschissene Stimme". Und das möchte ich vermeiden. Sehr feige, oder?
Aber würden euch so eigene Lieder von mir interessieren? Oder wollt ihr lieber lesen und nichts hören?

Außerdem ist ein Projekt zwischen einer weiteren Bloggerin (die ich jetzt noch nicht verraten möchte) und mir in Planung, was ganz interessant werden kann.
Und noch ein Projekt: Nachdem es im letzten und diesen Jahr mit den Weihnachts- und Osteraktionen auf meinem Hauptblog "Lichtstaubmelodie" eher schwach aussah, kommt es in diesem Jahr zu etwas sehr aufwendigen. Ja, auch ein Adventskalender ist geplant und diesmal soll er etwas größer und interessanter werden, als der im letzten Jahr.

Deshalb hoffe ich, dass ihr mir verzeiht, dass hier so wenig kommt. =)
Wenn nicht, erfreut euch vielleicht ein Rind:
 (Sorry, das musste rein. Sonst hätte der Post so leer ausgesehen.)

Dienstag, 22. April 2014

[Inspiration #17] Morgenwiese

Es muss in der Nacht geregnet haben. 
Die Morgensonne breitet sich auf der Wiese aus und lässt die Tropfen, die sich noch von letzter Nacht in den Grashalmen verfangen hatten, in allen möglichen Farben schillern.
Das Gras ist hoch, nicht sehr hoch, aber höher als wenn es frisch gemäht wäre.
Überall sind Blumen. Ich möchte sie pflücken und mir einen Krans für die Haare flechten, aber ich tue es nicht. Ich möchte den schönen Anblick der Wiese kaputt machen und ich möchte, dass die Blumen weiter leben.

Sonntag, 23. Februar 2014

Geschichte #9 - Das Mädchen mit der Haut aus Asche: Teil 1

Das Licht wirkte komisch in der staubigen Stadt. Lukas verkroch sich hinter einer muffigen Mülltonne in einer dieser ekligen dunklen Sackgassen. Er hasste das, aber wenn er nicht hier warten würde, würde heute Nacht etwas schreckliches geschehen.
Minuten vergingen, aber Lukas kam es vor wie Stunden. Dann kam sie endlich vorbei.
Lukas sprang hervor und zog sie in die Gasse. Ihre menschliche Gestalt ist so schön, dachte Lukas, knallte ihren Kopf an die alte hohe Wand und richtete sein Gewehr auf sie. „Lukas, was machst du da?“, fragte seine Nachbarin ängstlich. Normalerweise hätte sie bewusstlos sein müssen, aus ihrem Kopf floss Blut, aber sie sah ihn an als wäre nichts passiert. „Lukas, leg die Waffe weg. Bitte“, flehte sie.
Lukas zielte auf ihr Herz. „Mach´s gut, du hässliches Mistvieh“, erwiderte er und schoss. Daneben.
Sie war zur Seite gesprungen und jetzt hinter ihm. Warum mussten diese Dinger auch so schnell sein?
Lukas spürte ihre knochigen Finger an seiner Kehle. „Du glaubst doch nicht im Ernst, dass du mich so einfach bekommst“, hauchte sie in sein Ohr und er erschauderte.
Der Geruch von Verwesung stieg in ihm auf. Sie musste ihre wahre Gestalt angenommen haben, so war sie noch stärker.
Schnell wirbelte Lukas herum und schoss. Blut spritzte in alle Richtungen. Die Frau, die ihm manchmal in ihre Wohnung zu einem Kaffee einlud, sank auf den Boden.

Als Maria die Augen öffnete war es dunkel. Für einen winzigen Moment dachte sie, dass sie in ihrem Bett lag. Aber sie wusste, dass sie nie nach hause gekommen war. Sie wusste, dass es spät war und dass sie eigentlich schon längst daheim sein sollte. Sie wusste, dass da dieser Mann war, der Sachen mit ihr machte und ihr in die Augen sah, als er sie mit einem Küchenmesser aufschnitt.
Aber das wichtigste war, dass sie wusste, dass sie nicht überlebt hatte. Sie wusste es schon bevor er sie in seinen Keller schleppte und sie schrie.
Aber jetzt hatte sie keine Angst. Sie fühlte gar nichts. Sie spürte, wie ihr Herz gleichmäßig pochte, aber sie atmete nicht. Sie hätte wohl ewig in diesem Loch verbringen können, aber sie musste zurück. Ihre Mutter durfte nicht wissen, dass sie tot war.
Der Mann hatte sie nicht tief vergraben. Sie stieß ihre Hände nach oben und spürte die Nachtluft um ihre Finger wehen. Langsam zog sie sich aus der Erde. Wo war sie bloß?
Sie drehte sich einmal im Kreis. Sie war im Wald, die Bäume standen dicht aneinander und das Gras ging ihr bis zu den Knien und hinterließ zarte rosa Spuren an ihrer Haut. Sie war nackt. Aber auch das war ihr egal. Alles war ihr egal.
Irgendetwas sagte ihr in welche Richtung sie musste. Und sie rannte. Sie rannte wie noch nie.
Irgendwann konnte sie die schwachen Lichter der verschlafenen Kleinstadt sehen, in der sie wohnte. Sie rannte auf ihr Haus zu, sprang an die weiße Wand und kletterte wie eine Spinne hinauf zu ihrem Zimmerfenster. Es war offen, wahrscheinlich noch von gestern Nachmittag, denn danach war sie nicht mehr in ihr Zimmer gegangen.
Wie seltsam, nicht mal das machte ihr mehr Angst... 

Hier kommt ihr zu Teil 2. 

Sonntag, 16. Februar 2014

Inspiration #16 - Konzerte

Ich war am Freitag auf dem Jennifer Rostock Konzert in Erfurt. Ich bin sehr selten auf Konzerten (was sich hoffentlich ändert) und ich muss sagen, dass ich die Atmosphäre liebe. Ich liebe die laute Musik, die Lichteffekte, die alles unnatürlich aussehen lassen, die abgehende Menge.
Alles vergessen, frei sein. Benebelt vom Bühnenebel und Zigarettenrauch sein, ein paar Tropfen verschüttetes Bier in den Haaren haben, schwitzen. Ich weiß, dass das nicht so schön klingt, beinahe eklig. Aber es ist schön, weil niemand da ist, den es interessiert, wie man sich gibt.
Augen kurz schließen, die Texte mitschreien, die einen berühren, bis man beinahe Blut spuckt, springen, Hände nach oben. Kurze Zeitlupenmomente erleben.

Wie gesagt, ich bin nicht oft auf Konzerten, aber ich war schon auf welchen, und ich weiß, dass es nicht bei jedem so abgeht. Es kommt halt immer auf die Musikrichtung an und die Leute, die sie hören.
Noch mehr Bilder gibt es hier. Ich habe auch ein paar Videos gemacht, die ich euch leider nicht zeigen kann, da ich nicht weiß, wie das mit dem Urheberrecht und der GEMA ist und kein Risiko eingehen möchte.
Dafür hat es aber ein anderer gemacht, hier =D
Ach ja, beinahe hätte ich die Vorband vergessen. Hört euch unbedingt mal Marathonmann an. Ich kannte die Jungs vorher noch nicht, aber die sind einfach klasse.

Was hört ihr für Musik und auf welchen Konzerten wart ihr schon? Wie war es?

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Hinter den Worten von "Weihnachtswunder"

"Weihnachtswunder" war ursprünglich gar keine Weihnachtsgeschichte, sondern eine, die im Spätsommer spielen sollte und was mich dazu inspiriert hat, könnt ihr jetzt lesen:
(War das nicht eine geile Einleitung?)

1. Wie ich auf die Idee kam
Den ersten Funken für diese Geschichte habe ich in meinem alten Deutschbuch gefunden. Ich weiß nicht mehr ob es ums Schildern oder Interpretieren ging. Auf alle Fälle war da ein Bild von Salvador Dalí abgebildet: "Das Mädchen am Fenster".
Google ist meine Quelle =)
In der Geschichte sollte es also um ein Mädchen mit schwarzen Haar gehen. Die nächste Idee war, dass sie nicht reden kann. Sie sieht aus dem Fenster, jeden Tag, beobachtet den Sonnenuntergang und fragt sich wie es wäre der Sonne hinterher zu rennen.
Und da wäre das nächste Stichwort: Rennen.

2. Der Ort
Lange Zeit lag die Idee in meiner Ideen-Kiste und dann bin ich im September vor einigen Jahren auf meiner Lieblingsstrecke Inline-gescatet (gibt es dafür ein Verb?). Den Ort, wo das ganze spielt gibt es also in Wirklichkeit - Vielleicht nicht ganz so, wie ich es beschrieben habe, aber er war es, der mich weiterhin inspiriert hat:
Von den Hügeln aus fotografiert. Im Hintergrund ist das Dorf. Die Renn-Strecke erkennt man leider nicht.
Der Rest kam dann irgendwie von ganz allein. Außer dass ich die ganze Geschichte vom Spätsommer in den Winter verlegt habe, weil das besser hingehauen hat.

Samstag, 14. Dezember 2013

Geschichte #7 - Weihnachtswunder: Teil 1

Es gibt viel zu viele Wörter auf der Welt. Viel zu viele unwichtige, falsche Wörter. Ich habe die Falschen verwendet. Ich habe sie verwendet und als ich sie rückgängig machen wollte, war es zu spät. Wir hatten einen Streit, einen Kleinen, wenn man bedenkt, wie groß die Probleme der Menschheit sind. Er war abgelenkt. Das Auto kam auf dem Eis ins Rutschen. Ich überlebte. Er nicht.
„Ich hasse dich.“ Das habe ich gesagt.
Seitdem sage ich nichts mehr. Die Ärzte können nichts tun. Sie haben alles versucht, aber der Schaden ist dauerhaft. Meine Eltern haben es nicht verkraftet und sehen mich seitdem immer so komisch an. Tut mir Leid, dass sie ein behindertes Kind haben. Schon ein Jahr lang.
Diese Weihnachten liegt kein Schnee. Morgen wird kein Schnee liegen. Es gibt kein Eis. Es ist wie im Frühling. Die Sonne scheint, an den Bäumen blühen die ersten Blüten. Ich lasse den frischen Wind auf meine nackten Arme und durch meine schwarzen Haare wehen. Ich renne. Das mache ich manchmal. Ich renne so weit und so schnell ich kann. Ich renne davon. Ich will vergessen.
Die Sonne steht noch tief. Es ist eine Allee, eine Verbindung zwischen meiner Stadt und einem Dorf. Drei Kilometer lang. Ich renne bis ich dort bin und schmeiße mich auf eine kleine morsche Bank. Ich sehe über das Feld zu den kleinen Bergen. Ich wollte dort hoch klettern. ER meinte, ich wäre verrückt. ER wollte nie mit mir dort hoch.
„Geht es dir gut?“, höre ich eine Stimme neben mir und ich schleudere herum. „Du weinst ja.“
Ich lächele dem Jungen zu und wische mir die Tränen weg. Dann wende ich mich wieder den Bergen zu. Wie es wohl da oben ist? Warum bin ich nicht längst alleine dort hoch? Aber sonst entferne ich mich von IHM.
„Bist du schüchtern?“
Ich schüttele meinen Kopf. Soll er doch denken, dass ich eingebildet bin. Ich will nie wieder einen Jungen zu nah an mich heranlassen. Aber trotzdem stellt sich mir die unerbittliche Frage: Wer ist er? Wer hat so eine warme schöne Stimme?
Ich sehe ihn mir nicht genau an, aus Angst, er könnte gut aussehen. Aus Angst, dass er etwas in mir auslöst. ER wird der einzige in meinem Leben bleiben.
„Kannst du nicht reden?“
Nicken.
Wer zum Teufel bist du? Warum hast du das so schnell erraten?
„Weißt du, manchmal rede ich viel zu viel. Da wünschte ich mir, ich könnte auch nicht reden.“
Ha, so ging es mir auch mal.
Dann sehe ich ihn an.
Grüne Augen. Dunkelbraunes Haar. Schlanke Figur. Die berührendste Wärme, die ich je gespürt habe. Er ist etwas jünger als ER, aber ER war drei Jahr älter als ich.
„Du hast ja blaue Augen“, sagt er und strahlt mich an. Dann sagt er nichts mehr.
Und ich sage nichts mehr.
Und plötzlich scheint es so, als würde ich alles über ihn wissen, als würde ich ihn schon ewig kennen. Als wäre er mein bester Freund, mein Beschützer und der Eine, der dieses Gefühl in mir auslöst.
Das verbotene Gefühl. Ich stehe auf und renne. Nein, das kann nicht sein. Nicht er, nicht ich. Nicht wir.
Ich höre seine Schritte hinter mir, spüre seine Hand auf meiner Schulter und das folgende Kribbeln in meinem ganzen Körper.
„Ich … Ich will dich nicht nerven, aber …“
Nein, rede weiter. Nicht aufhören, flüstert eine Stimme in mir, aber eine andere schreit: Renn!
„Ich wollte dir noch sagen, dass ich glaube, dass du reden kannst, wenn du nur willst.“
Nein, er irrt sich. ER hat sich nie geirrt.
Und jetzt renne ich. Ich renne richtig, sodass er keine Chance hat mich einzuholen. Nie wieder so ein Gefühl, wie bei IHM. Das habe ich mir geschworen.

Hier kommt ihr zu Teil 2.

Sonntag, 24. November 2013

Inspiration #14 - Katzen

Katzen sind faszinierende und mystische Tiere. Nicht umsonst wurden Katzen in Ägypten verehrt und auch in Japan galten sie als "halbheilig". Und jeder sollte die Grinsekatze aus "Alice im Wunderland" kennen und den gestiefelten Kater.
Andersherum wurden Katzen auch zusammen mit ihren Besitzerinnen, die der Hexerei beschuldigt wurden, verbrannt und eine schwarze Katze von links soll Unglück bringen.

Katzen sind kluge Tiere, die schnell lernen, aber sich nichts sagen lassen. Sie sind stille Jäger. 
Aber auch verwöhnt und vielleicht auch etwas eingebildet...

Ich war in der letzten Zeit öfters mal auf Katzefotojagt, da ich Katzen sehr sehr inspirierend finde:

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Inspiration #13 - Garten zum Herbstanfang

Die Beete sind fast leer und nur noch vereinzelt blühen die letzten Blumen dieses Jahres. Die Blätter von unserem Kirschbaum hängen nicht mehr mit einem kräftigen Grün an den Ästen, sondern liegen braun und vertrocknet auf dem Gras. Die Blätter des wilden Weins werden schillern rot, orange und gelb und alles scheint so, als wäre es in ein warmes Licht getaucht.

Freitag, 6. September 2013

Inspiration #12 - Wald im Sommer

Vor einiger Zeit habe ich euch mal gezeigt, wie der Thüringer Wald nach dem Dauerregen aussieht (Klick!). Heute seht ihr ihn im Hochsommer.

Das erste, was mir immerwieder positiv auffällt: Im Wald ist es immer ein bisschen kühler, als im Dorf oder in der Stadt.
Waldblumen blühen, die Vögel zwitschern und das Licht der Sonne fällt in ungewöhnlichen, aber wunderschönen Winkeln ein. Sieht man nach oben, erkennt man die Wipfel der Nadelbäume und darüber einen wolkenlosen, strahlend blauen Himmel. In den tiefen Ecken hängen süße Beeren und das Moos und die Erde fühlt sich himmlich weich an, wenn man darüber läuft.
Alles ist so grün und das kalte Bächlein plätschert leise vor sich hin. Immer, wenn ich im Wald bin, muss ich mich mindestens einmal auf einen Stein am Wasser setzten und ihm zusehen, weil es zu den schönsten Dingen gehört, die ein Auge erblicken kann.

Mittwoch, 31. Juli 2013

Inspiration #11 - Ostsee

Einige von euch müssten schon einen Teil der Bilder auf meinem anderen Blog gesehen haben und hier gibt es auch eine kleine Vorscheu für die nächsten, die es in dieser Woche noch zu sehen gibt.

Für alle, die noch nicht wissen worum es geht:. Ich war vom 20. - 27. Juli an der Ostsee. Und am liebsten wäre ich immernoch dort. Ich liebe es meine Füße im Sand zu vergraben und das Meer zu beobachten. 
Das Meer. Es ist die beste Möglichkeit jemanden zu hypnotisieren. Immer wieder hat man den Drang in die Wellen zu starren, manchmal durchkreuzen kreischende Möwen das Blickfeld, manchmal Mauersegler, die aus ihren Löchern in den Sandklippen kommen. Oder Boote. Segelboote.
Vom Strand aus ist der Gedanke, dass auf diesen Booten andere Menschen sind, immer so weit entfernt.
Ich liebe es über die Wellen zu gleiten und mit ihnen mit zu treiben. Und wenn es auf den Sandbänken immer flacher wird.
Und ich liebe die Abende. Wenn die Sonne silbern im Wasser glitzert, immer näher an den Horizont kommt und ihn schließlich ganz berührt. Das Glitzern wird golden oder rot und dort, wo es nicht glitzert, scheint das Meer aus Milch zu sein...