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Donnerstag, 28. März 2013

Hinter den Worten von "Die Prophezeinung der Feen": Teil 1 - 3

Hallo ihr Lieben!

Vielen Dank für die lieben Kommentare, die ihr unter der Geschichte hinterlassen habt. Und nein, sie ist noch nicht zu ende. Aber ehrlich? Ich bin eine blöde Mistkuh. Ich habe den Anfang rein gestellt, weil ich dachte, dass ich es schaffe weiter zu schreiben. Aber es kam was dazwischen und ich musste mich erstmal anderen Projekten widmen. Aber es wird auf alle Fälle irgendwann weiter gehen =)

Teil 1
Teil 2
Teil 3

Der Grund für diese Geschichte
Eigentlich habe ich diese Geschichte nicht für mich geschrieben, sondern für meine Schwester. Ich weiß noch, dass sie in der Grundschule war und die Aufgabe hatte: "Schreibe eine Geschichte, die am Ende des Regenbogen spielt!" Kleine Schwester geht also zur großen Schwester, die gerne Geschichten schreibt, und bittet sie darum ihr helfen zu können.
Große Schwester macht es mit Freude. Also habe ich mich hingesetzt, kariertes Papier genommen und geschrieben. Ich glaube ich saß fast zwei Stunden an dem Text und als ich fertig war habe ich sie meiner Mutter und meiner Schwester vorgelesen. 

Sie haben die Geschichte nicht genommen. Ihnen hat zwar die Geschichte gefallen, aber sie war "zu hoch" für eine 10jährige. Schon möglich, ich war damals selber erst 13, aber ich habe versucht so kindlich wie möglich zu schreiben... War wohl immernoch zu erwachsen.
Ich weiß nicht, was sie für eine Geschichte geschrieben haben. Aber meine Schwester wollte danach unbedingt was mit Feen machen. Und so ist die Geschichte entstanden.

Wie ich auf die Idee kam
Genau kann ich mich nicht mehr erinnern. Die Geschichte war einfach da. Meine Schwester hat mir die Aufgabe gezeigt und ich habe überlegt, was am Ende des Regenbogens sein könnte. Ich habe an einen Schatz gedacht, aber das hat mir nicht gefallen. Was sollte da auch schon drinnen sein? Gold? Nee, das war mir zu blöd (Na prima, jetzt habe ich gerade eine Idee bekommen...). 
Also habe ich etwas genommen, was mich schon immer fasziniert hat: Feen! (Wart ihr schonmal in den Feengrotten und im Feenweltchen in Saalfeld? Oder beim Feensteig im Hainich?)
Und da ich nun mal selber ein 13jähriges Mädchen war, habe ich eine Version von mir erschaffen, die das erlebt, was ich gern erleben würde.

Sara/Mai
Zumindest war sie am Anfang eine Version von mir. Dann lies ich sie anders aussehen, einen anderen Familienstand haben. Außer unseren Geburtsmonat und ein paar wenige Eigenschaften haben wir kaum noch was gemeinsam.

Veränderungen
Nachdem ich die Geschichte vor kurzem wieder gefunden und eingetippt habe, habe ich kaum etwas verändert. Hauptsächlich Sätze, die ein bisschen seltsam geklungen haben und Rechtschreibfehler (obwohl ich glaube, dass ich trotzdem nicht alle gefunden habe). An der Handlung habe ich nur eine Sache verändert: In der ursprünglichen Geschichte gab es keine Bedrohung für die Feen. Ich habe etwas eingefügt, damit ich Grund hatte weiter zu schreiben. Aber wie gesagt, ich habe es nicht geschafft.

Bezug zu meinem Leben
Ich habe mitbekommen, dass jede meiner Geschichte etwas beinhaltet, was in meinem wirklichen Leben passiert oder was ich mir wünsche. Das kann eine Charaktereigenschaft oder eine kurze Szene sein. Ich tue das unbewusst und meist fällt es mir erst viel später auf, wenn ich die Geschichte zum zwanzigsten mal lese.

In dieser Geschichte ist es die Szene in der Sara über den Zaun in den Wald rennt, sich verläuft, totale Panik bekommt und etwas wunderbares entdeckt. Da meine Freunde damals alle ein bis zwei Jahre älter waren als ich, durften sie auch mehr, was mich ziemlich gestört hat.
Ich wollte etwas Verbotenes tun. Aber ich habe mich nicht getraut, weil ich befürchtete, dass mir etwas schlimmes passiert. Wer weiß, was ich dadurch verpasst habe. Schließlich habe ich mit 11 auch schonmal so was gemacht und einen wundervollen Ort entdeckt, obwohl ich extrem Angst hatte.

So, mehr gibt es über die Hintergründe nicht zu erzählen. Wenn ich weiter schreibe wird es vielleicht noch etwas zu der Hauptfigur geben. Bis dahin werden aber noch einige andere Gedichte und Kurzgeschichten kommen. Guckt mal oben auf der Seite "Daneben". Dort sind ein paar Aktionen, die mich zum Schreiben animieren sollen. Bei "Inspiration" findet ihr das Thema "we♥ist". Klickt mal drauf. Das ist echt eine tolle Seite (ich bin schon ganz süchtig nach ihr).

Ich hoffe, dass euch der kleine Einblick gefallen hat.

Liebe Grüße
Luisa

Sonntag, 24. März 2013

Geschichte #1 - Die Prophezeiung der Feen: Teil3

Hier kommt ihr zu Teil 2!

Nachdem alle Feen verschwunden waren, drehte sich Mai im Kreis und sah in den Himmel. Dann blickte sie in Richtung Sonne. Sie stand höher als eben. „Wie spät ist es?“, fragte sie.
Pranvera sah zur Sonne. „Fast Mittag.“
„Oh Gott, ich muss wieder zurück!“
„Wohin?“
„Nach hause, meine … meine Familie wird sich Sorgen machen.“
„Aber hier ist doch dein Zuhause.“ Pranvera sah etwas verwundert aus. „Wir alle brauchen dich, du wirst dich sehr gut hier einleben. Wirklich.“
„Das bezweifle ich nicht, aber ich kann doch nicht meine Freunde, meine Familie verlassen. Ich muss wieder ein Mensch werden. Ich werde wieder kommen, versprochen. Ich weiß ja, wo ich euch finde. Bitte.“
„Und wenn kein Regenbogen zu sehen ist? Weißt du, wo du uns dann findest?“
„Ich werde euch schon finden, meine Großmutter weiß es bestimmt.“
Zögernd ging Pranvera auf Mai zu und hielt ihre Hände an ihre Stirn. „Na gut, schließe die Augen.“

Als Mai ihre Augen öffnete lag sie in ihrem Bett. Hatte sie das alles nur geträumt? Sie sah zum Fenster, es war schon hell. Ihr Wecker zeigte zwölf Uhr an.
Mai wusste nicht, ob sie glücklich oder traurig sein sollte. Glücklich, weil es vielleicht doch nichts Böses gab, gegen das sie kämpfen musste. Traurig, weil es doch nicht so einen Ort gab.
„Sara, Mittag ist fertig“, rief ihre Mutter. Adoptivmutter, verbesserte sich Mai in Gedanken. Sie kroch in ihre Schlappen und ging zur Tür. Sie wollte gerade die Türklinke nach unten drücken. Da hielt sie inne. Sie sah nach oben.
An ihrer Tür hing ein kleiner Zettel. Sie nahm ihn herunter und faltete ihn auseinander. Es war eine kleine Schrift, geschrieben mit roter Tinte.

Ich hoffe du bist gut angekommen.
Pranvera

Mai lächelte, versteckte den Zettel in einem Buch und ging nach unten.

Dienstag, 19. März 2013

Geschichte #1 - Die Prophezeiung der Feen: Teil2


„Es ist wahr“, wisperte eine zarte Stimme neben ihr.
Sara zog scharf die Luft ein und schreckte um. Und was sie sah war schockierend und wunderschön zugleich.
Es war etwa fünfzig Zentimeter klein, aber sah aus wie ein Mensch, nur schöner. Sie sah dünn und zerbrechlich aus, ihre Haut war schneeweiß und ihre Augen flussgrün. Auch ihre Haare waren grün, wie Gras, und gingen bis zu ihrer Hüfte. Sie hatte ein gelbes knielanges Kleid an und wäre das alles nicht ungewöhnlich genug hatte sie Flügel! Echte Flügel, mit denen sie in der Luft schwebte und die aussahen, wie die eines Schmetterlings, nur transparent und mit einem gelbgrünen Schimmer.
„Was … Wer bist du?“, fragte Sara fasziniert. Aber in ihrem Herzen spürte sie Angst.
„Pranvera, der Frühling. Und was ich bin, das weißt du.“ Sie lächelte warm und in ihren Augen strahlte pure Liebe und Freundschaft.
Nein, sagte sich Sara, obwohl sie wusste, was sie sah und sie wusste auch, dass ihre Großmutter recht hatte. Mit allem, was sie ihr erzählt hatte. „Ich bin Sara“, sagte sie etwas stockend, weil sie nicht wusste, was sie sonst sagen sollte.
„Ja, sie nannten dich so“, sagte Pranvera, „aber in Wirklichkeit heißt du anders.“
„Was?“, quietschte Sara. Sie hatte keine richtige Familie, sie hatten sie jahrelang belogen, aber jetzt war noch nicht mal ihr eigener Name die Wahrheit? Sie kam sich vor, als wäre der letzte Funken ihrer Identität erloschen.
„Weißt du es nicht?“
Sara – oder wie sie auch hieß – schüttelte mit dem Kopf.
„Dann erzähle ich es dir. Weißt du, wo du bist?“
„Dort, wo der Regenbogen die Erde trifft.“
„Richtig, aber für normale Menschen ist dieser Ort unsichtbar. Wir sind nur ein kleiner Stamm und wir hätten nie gedacht, dass wir das erleben dürfen.“
„Was erleben? Und warum bin ich kein normaler Mensch“, wieder wurde Sara panisch, aber Pranvera blieb ganz ruhig. „Die Erfüllung der Prophezeiung. Die, in der gesagt wird, dass ein Mädchen kommen wird, das uns alle rettet. Ein reines Wesen, das alles Böse vernichten kann“
„Aber ich bin erst dreizehn. Das kann nicht stimmen. Ich bin nicht rein und hier gibt es doch nichts Böses.“
„Natürlich gibt es das, du kannst es nur noch nicht sehen.“
„Was muss ich dafür tun?“, fragte sie ernst und plötzlich spürte sie Pranveras winzige Hände an ihrer Stirn und ihre Kleider schienen immer größer zu werden. Aber sie wusste, dass sie nur kleiner wurde. Sie schloss ihre Augen und presste ihr Top fest an ihren Körper.

Als sie die Augen wieder öffnete, kam ihr das Gras so unendlich groß vor. Sie spürte die warme feuchte Erde unter ihren Füßen und aus ihrem Rücken sprossen zwei zarte dunkelblaue Flügel. „Ich bin eine Fee“, sagte sie und wusste nicht, ob sie glücklich oder verwirrt sein sollte. Wahrscheinlich beides.
Erst jetzt sah sie, wie viele andere Feen um sie herum schwirrten. Pranvera stand neben ihr und sprach mit einer Fee, die aussah, wie eine griechische Göttin. In ihren Händen hielt sie ein blauschimmerndes Kleid, das sie Sara lächelnd in die Hand drückte, als sie merkte, dass sie sie anstarrte. „Zieh das an, es wird dir passen“, sagte sie. „Ach ja, und ich bin Leana.“
Sara bedankte sich und vergrub sich mit dem Kleid unter dem Klamottenhaufen, damit sie niemand nackt sah.
Tatsächlich passte das Kleid. Es ging ihr bis zu den Knien und war so leicht, dass sie dachte, sie hätte noch immer nichts an.
Eine weitere Fee ließ sich auf den Boden gleiten. Sie war kleiner als alle anderen, aber auf alle Fälle älter als dreizehn. Sie machte einen Knicks, wie man es im Mittelalter bei Königsleuten tat und aus ihren Mund kam ein Wort, das man kaum hörte: „Mai.“
„Was?“, fragte Sara. Nicht, weil sie es nicht hörte, sondern weil sie nicht verstand, warum die kleine Fee das sagte.
Sie sah auf. „Mai, dein Name“, sagte sie verwirrt.
„Oh.“ Mai, dachte Mai. Wie der Monat, in dem ich geboren wurde.
„Weiß sie denn gar nichts?“, fragte die Fee Pranvera.
„Nein, sag doch bitte den anderen Bescheid, dass sie alle wieder zurück dahin sollen, wo sie her gekommen sind. Ich will ihr alles zeigen.“

*Ich habe die Geschichte vor einigen Jahren geschrieben und habe kaum etwas verändert. Also nicht wundern, warum der Schreibstsil manchmal ein bisschen kindlich ist oder nicht so gut klingt.

Hier kommt ihr zu Teil 3!

Samstag, 16. März 2013

Geschichte #1 - Die Prophezeiung der Feen: Teil 1

 
Sara saß mit ihrer Großmutter auf der Veranda. Es war Frühling, genauer April. Es hatte gerade geregnet, aber nun brach die Sonne die Wolken und über den Bäumen erschien ein Regenbogen.
„Weißt du Sara“, sagte die Großmutter, „an der Stelle, wo der Regenbogen auf die Erde trifft, ist das Reich der Feen.“
„Ich bin dreizehn. Ich glaube nicht mehr an Märchen“, murmelte Sara genervt. Als Kind liebte sie diese Geschichten. Sie liebte alles, was mit Feen und Elfen zu tun hatte, aber seit sie wusste, dass diese Welt nur noch aus Lügen bestand, glaubte sie nicht mehr daran.
„Aber sie sind wirklich real“, beharrte ihre Großmutter. „Ich habe sie gesehen.“
Sara verdrehte die Augen und ging zurück in das kleine Haus, in dem sie mit ihren Großeltern und ihrer „Familie“ lebte. Es war nicht ihre Familie. Es war die ihrer Schwester, ihres Bruders, ihren Eltern. Nicht mal ihre Großmutter war ihre Großmutter, aber mit der verstand sie sich so halbwegs, weil sie als Kind auch adoptiert wurde.

Sara ging früh ins Bett und war am nächsten Tag vollkommen ausgeschlafen. Es war Samstag und es sollte heute dreißig Grad heiß werden.
Liegt bestimmt an der Erderwärmung, dachte sie, als sie den Wetterbericht hörte.
Nach dem Frühstück ging sie in den Garden, der sich direkt am Waldrand befand. Es hatte wieder leicht geregnet und es war schon wieder ein Regenbogen zu sehen. Unwillkürlich musste sie an ihre Großmutter denken.
Sie zog ihre Sandalen an und ging über das feuchte Gras. Plötzlich hörte sie ein Knacken, ganz leise, aber hörbar. Sie drehte sich um und lief zu dem Holzzaun. Vielleicht war ja dort ein Eichhörnchen oder ein Vogel, aber sie konnte nichts erkennen.
Sie sah sich um, ob sie auch von niemanden beobachtet, kletterte über den Zaun und lief in den Wald. Sie wusste selbst nicht, was sie suchte und warum, aber es war schön hier.
Die Sonnenstrahlen, die durch die Bäume drangen, ließen ihr langes glattes Haar golden glänzen. Sie beobachtete die Bäume, deren Blätter still ein Dach über ihr waren und das Gras, das an ihren Waden streifte.
Immer wieder hörte sie ein Rascheln oder Knacken und sie lief und lief und lief. Immer tiefer in den Wald hinein. Irgendwann merkte sie, dass ihre Beine schwächer wurden und lehnte sich an einen Baum.
Sie ließ sich auf den Boden sinken und sah sich um. Sie wusste nicht, wo sie war und er jetzt begriff sie, dass sie sich verlaufen hatte.
Blitzschnell stand sie wieder auf. Aus welcher Richtung bin ich gekommen?, dachte Sara und drehte mehrmals Runden um den Baum. „Das kann doch nicht wahr sein“, flüsterte sich Sara selber zu. Sie wollte nicht zu laut sein, falls hier jemand war.
Panisch lief sie einfach in irgendeine Richtung, in der Hoffnung, dass es die richtige war. Sie sah sich um, dachte über jeden ihrer Schritte dreimal nach und versuchte sie genau daran zu erinnern, wo sie abgebogen war.
Und dann auf einmal, zwischen all den Bäumen, war ein … ein Licht! Kein Sonnenlicht, es war viel schöner. Es tat nicht in ihren Augen weh, aber sie musste sie trotzdem zusammen kneifen, einfach aus Gewohnheit.
Langsam ging sie darauf zu und sah das Wundervollste, was ihre blauen Augen je erblickt hatten: Eine Waldlichtung, die von allen Farben, die es gab, überflutet wurde und in dem hohen Gras wuchs jede Art von Blume. Es war vollkommen, einfach perfekt und unglaublich.

*Ich habe die Geschichte vor einigen Jahren geschrieben. Ähnlichkeiten mit lebenden und toten Personen, sowie Ereignissen sind nur Zufall.

Hier kommt ihr zu Teil 2!