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Samstag, 26. April 2014

{Gedicht #14} Sommerkind

Sommerkind

Hörst du das Lied des Sommers?
Hörst du es in der Luft?
Hörst du es mit deinen Händen?
Hörst du es im Blumenduft?

Siehst du das Lied der Vögel?
Riechst du die grenzenlose Freiheit?
Spürst du den Himmel auf deiner Haut?
Schmeckst du die Worte schöner Einsamkeit?

Liegst du im Winter mit geschlossenen Augen
unter der Decke und machst dich ganz klein?
Träumst du von der Wärme der Sonne?
Dann kannst du nur ein Sommerkind sein.

Dienstag, 22. April 2014

[Inspiration #17] Morgenwiese

Es muss in der Nacht geregnet haben. 
Die Morgensonne breitet sich auf der Wiese aus und lässt die Tropfen, die sich noch von letzter Nacht in den Grashalmen verfangen hatten, in allen möglichen Farben schillern.
Das Gras ist hoch, nicht sehr hoch, aber höher als wenn es frisch gemäht wäre.
Überall sind Blumen. Ich möchte sie pflücken und mir einen Krans für die Haare flechten, aber ich tue es nicht. Ich möchte den schönen Anblick der Wiese kaputt machen und ich möchte, dass die Blumen weiter leben.

Sonntag, 16. Februar 2014

Inspiration #16 - Konzerte

Ich war am Freitag auf dem Jennifer Rostock Konzert in Erfurt. Ich bin sehr selten auf Konzerten (was sich hoffentlich ändert) und ich muss sagen, dass ich die Atmosphäre liebe. Ich liebe die laute Musik, die Lichteffekte, die alles unnatürlich aussehen lassen, die abgehende Menge.
Alles vergessen, frei sein. Benebelt vom Bühnenebel und Zigarettenrauch sein, ein paar Tropfen verschüttetes Bier in den Haaren haben, schwitzen. Ich weiß, dass das nicht so schön klingt, beinahe eklig. Aber es ist schön, weil niemand da ist, den es interessiert, wie man sich gibt.
Augen kurz schließen, die Texte mitschreien, die einen berühren, bis man beinahe Blut spuckt, springen, Hände nach oben. Kurze Zeitlupenmomente erleben.

Wie gesagt, ich bin nicht oft auf Konzerten, aber ich war schon auf welchen, und ich weiß, dass es nicht bei jedem so abgeht. Es kommt halt immer auf die Musikrichtung an und die Leute, die sie hören.
Noch mehr Bilder gibt es hier. Ich habe auch ein paar Videos gemacht, die ich euch leider nicht zeigen kann, da ich nicht weiß, wie das mit dem Urheberrecht und der GEMA ist und kein Risiko eingehen möchte.
Dafür hat es aber ein anderer gemacht, hier =D
Ach ja, beinahe hätte ich die Vorband vergessen. Hört euch unbedingt mal Marathonmann an. Ich kannte die Jungs vorher noch nicht, aber die sind einfach klasse.

Was hört ihr für Musik und auf welchen Konzerten wart ihr schon? Wie war es?

Freitag, 8. November 2013

Gedicht #10 - Musik

Musik

Mein Herz pocht im Takt
Meine Adern erfüllt von der Melodie
Die Bewegungen abstrakt
Kein warum, kein wie

Mein Körper pulsierend
In mir dröhnt das Lied
Die Welt verlierend
Und die Wirklichkeit, die ich immer mied

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Inspiration #13 - Garten zum Herbstanfang

Die Beete sind fast leer und nur noch vereinzelt blühen die letzten Blumen dieses Jahres. Die Blätter von unserem Kirschbaum hängen nicht mehr mit einem kräftigen Grün an den Ästen, sondern liegen braun und vertrocknet auf dem Gras. Die Blätter des wilden Weins werden schillern rot, orange und gelb und alles scheint so, als wäre es in ein warmes Licht getaucht.

Freitag, 6. September 2013

Inspiration #12 - Wald im Sommer

Vor einiger Zeit habe ich euch mal gezeigt, wie der Thüringer Wald nach dem Dauerregen aussieht (Klick!). Heute seht ihr ihn im Hochsommer.

Das erste, was mir immerwieder positiv auffällt: Im Wald ist es immer ein bisschen kühler, als im Dorf oder in der Stadt.
Waldblumen blühen, die Vögel zwitschern und das Licht der Sonne fällt in ungewöhnlichen, aber wunderschönen Winkeln ein. Sieht man nach oben, erkennt man die Wipfel der Nadelbäume und darüber einen wolkenlosen, strahlend blauen Himmel. In den tiefen Ecken hängen süße Beeren und das Moos und die Erde fühlt sich himmlich weich an, wenn man darüber läuft.
Alles ist so grün und das kalte Bächlein plätschert leise vor sich hin. Immer, wenn ich im Wald bin, muss ich mich mindestens einmal auf einen Stein am Wasser setzten und ihm zusehen, weil es zu den schönsten Dingen gehört, die ein Auge erblicken kann.

Mittwoch, 31. Juli 2013

Inspiration #11 - Ostsee

Einige von euch müssten schon einen Teil der Bilder auf meinem anderen Blog gesehen haben und hier gibt es auch eine kleine Vorscheu für die nächsten, die es in dieser Woche noch zu sehen gibt.

Für alle, die noch nicht wissen worum es geht:. Ich war vom 20. - 27. Juli an der Ostsee. Und am liebsten wäre ich immernoch dort. Ich liebe es meine Füße im Sand zu vergraben und das Meer zu beobachten. 
Das Meer. Es ist die beste Möglichkeit jemanden zu hypnotisieren. Immer wieder hat man den Drang in die Wellen zu starren, manchmal durchkreuzen kreischende Möwen das Blickfeld, manchmal Mauersegler, die aus ihren Löchern in den Sandklippen kommen. Oder Boote. Segelboote.
Vom Strand aus ist der Gedanke, dass auf diesen Booten andere Menschen sind, immer so weit entfernt.
Ich liebe es über die Wellen zu gleiten und mit ihnen mit zu treiben. Und wenn es auf den Sandbänken immer flacher wird.
Und ich liebe die Abende. Wenn die Sonne silbern im Wasser glitzert, immer näher an den Horizont kommt und ihn schließlich ganz berührt. Das Glitzern wird golden oder rot und dort, wo es nicht glitzert, scheint das Meer aus Milch zu sein...


Sonntag, 14. Juli 2013

Inspiration #10 - Der Abend im Garten

Es ist eigentlich jedes Jahr so, dass wir ein paar mal in unserem Garten übernachten. Man kann dort über die ganze Stadt sehen und die Sonne, die mit der Zeit dahinter verschwindet.
Ihr Licht lässt alles organge wirken und wenn sie noch hoch genug steht strahlt sie durch die Wassertropfen, die vom Gießen noch an den Pflanzen hängen. 

Aber am schönsten wird es immer, wenn die Sonne den Horizont berührt. Dann geht alles ganz schnell. Plötzlich ist sie nur noch ein Halbkreis, dann nur ein Streifen, ein Punkt. Und dann ist sie weg.
Wir zünden die Kerzen auf der Terrasse an und die bunten Lichter am Dach. Am Anfang ist das Licht nach schwach, aber es wird stärker, wenn es dunkler wird.
Die vielen Blumen auf unserer Terrasse wirken in diesem warmen Licht noch dichter und größer als sie sowieso schon sind und manchmal fliegen Motten und Fledermäuse vorbei.
Das ist dann, wenn der Gesang der Vögel stiller wird, aber der der Grillen lauter. Und mit der Helligkeit verschwinden auch die Gespräche. Wenn wir keinen Besuch haben, sagen wir dann kaum noch etwas und beobachten einfach das Flackern der vielen Kerzen oder die Lichter in der Stadt.

Es ist immer relativ spät, wenn wir merken, dass wir müde sind. Dann machen wir die Kerzen aus und gehen in die Hütte und schlafen.

Hoffe, dass ich euch nicht mit den Bildern erschlage. Es sind doch ein paar mehr geworden als ich dachte =)