Sonntag, 3. März 2013

Gedicht #2 - Ein Lied ohne Melodie

Ein Lied ohne Melodie

Eine SMS ohne Kürzel
Ein Gärtner, der nicht sät
Ein Baum ohne Wurzel
Ein Herz, das nicht schlägt

Ein Kind ohne Name
Musik ohne Ton
Eine Antwort ohne Frage
England ohne London

Und sie fragen sich, was das Leben noch soll
Ein Riese ist plötzlich klein
Die Moderatorin im TV ruft: Das Leben ist toll
Und Millionen Menschen sind zusammen allein

Und die Mutter singt kein Lied mehr zur guten Nacht
Ein Mädchen weint und ein Junge hat sich selbst verloren
Ein Pfarrer, der es mit Kindern hinter dem Altar macht
Und ein warmherziger Bergsteiger ist im Eis erfroren

Ein Clown ohne Spaß
Eine Reise ohne Beginn
Eine Wiese ohne Gras
Ein Leben ohne Sinn 

  ©Luisa

Kommentare:

  1. wundervolles Gedicht auch wenn es sehr traurig ist.

    Liebste GRüße

    Frau Huegel

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  2. Sehr schönes Gedicht, mit ganz viel Wahrheit.
    Ich mag es.

    Liebe Grüße

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  3. schöner blog liebe grüße :)

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  4. Wie düster und traurig... so wie auch ich es oft zu schreiben pflege ;)

    Die vergleichende Struktur bringt gut zur Geltung wie hoffnungslos und trist es ist wenn dinge fehlen, das gefällt mir gut, ein einheitliches Metrum fehlt mir aber immer noch, wie gesagt, persönliche Vorliebe.

    Ich müsste jetzt viel interpretieren, dazu habe ich grade keine Zeit, aber warum eine "SMS ohne Kürzel" (S.1,Z.1), (fast) alles andere hat so einen essentiellen grundgedanklichen Irrtum in sich nur bei der SMS sehe ich die gravierende Schwäche nicht.
    Ebenso aus der Reihe tanzt mir die "Antwort ohne Frage" (S.2,Z.3), also fehl am Platz ist sie, ihr fehlt etwas, nämlich die vorangehende Frage, aber eine Antwort ohne Frage löst wenn ich darüber nachdenke nicht diese Leere und Verlorenheit aus, an die ich z.B. denke wenn ich mir ein Land ohne einen seiner bekanntesten Punkte Vorstelle ("England ohne London" (S.2, Z.4)).

    Ganz unwohl wurde mir einzig bei dem Reim von Ton auf London in der zweiten Strophe. Der ist wirklich nicht schön. Es endet zwar gleich, aber die Betonung bei London liegt nun mal auf dem "Lon" und nicht auf dem "don", wenn ja wäre es dennoch ein unreiner Reim (gegen die ich persönlich ja eine Aversion habe, aber das Thema hatten wir schon), da es einmal dɔn ist (aus LonDON) und das andere mal toːn aus Ton, ich hoffe man sieht den Unterschied (den man sonst nur hört).

    Es hört sich nach unglaublich viel Kritik an, das ist aber erstens gar nicht so, zweitens ist es nur gut gemeint, drittens bin ich nur ein Amateur der Gedichte liest und sich so seine Gedanken macht, viertens gefällt es mir trotzdem ganz gut, sechstens solltest du weiter schreiben und siebtens bliebe zu erwähnen, dass ich fünftens ausgelassen habe.

    Herzliche Grüße
    Max von www.mr-gedichte.blogspot.com

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    1. Ich weiß, dass das Gedicht von der Wortwahl nicht gerade der Hammer ist. Habe einfach nur drauf los geschrieben. Warum es solche Zeilen, wie "Eine SMS ohne Kürzel" gibt dauert jetzt zu lange um es zu erklären, aber am Wochenende kommt ein Post dazu, in dem ich alles erkläre.

      Danke für deine Meinung =)

      Liebe Grüße
      Luisa

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  5. schön geschrieben, aber traurig :/ toller blog!
    liebe grüße,
    http://reiseblogxd.blogspot.de/

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  6. sehr süss - ein bißchen melodramatisch vielleicht ;-)

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  7. Ich mag das Gedicht richtig gerne, denn es enthält verdammt viel Wahres. Kann mich auch gut drin wiederfinden, weil ich manchmal so ähnlich schreibe, wenn's mal über mich kommt. Und ich werde es jetzt nicht in Deutsch-LK Manier interpretieren und analysieren, darum gehts ja auch nicht. :)

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